Die wundertätige Medaille – Geschenk der himmlischen Mutter

Redaktion

Die wundertätige Medaille – Geschenk der himmlischen Mutter

Ursprung und Erscheinungen

  • Die wundertätige Medaille geht auf die Visionen der hl. Katharina Labouré im Jahr 1830 in der Rue du Bac in Paris zurück.
  • In der Nacht zum 19. Juni 1830 erschien ihr die Mutter Gottes mit den Worten:
    „Mein Kind, ich will Dir einen Auftrag geben. Du wirst dabei viel Widerspruch erfahren, aber fürchte Dich nicht. Die Gnade wird Dir helfen…“
  • Bei einer zweiten Erscheinung am 27. November 1830 erhielt Katharina den Auftrag, eine Medaille prägen zu lassen. Die Mutter Gottes zeigte ihr eine kleine Kugel in den Händen – Symbol für die Welt und jede einzelne Seele. Die Edelsteinringe an ihren Fingern, von denen Strahlen ausgingen, symbolisierten die Gnaden, die sie denen gewährt, die darum bitten.
  • Daraufhin bildete sich ein ovaler Rahmen mit der Aufschrift:
    „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.“
    Die Stimme der Gottesmutter lautete:
    „Las nach diesem Bilde eine Medaille prägen. Die Menschen, die sie tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die Vertrauen haben.“
  • In einer dritten Vision zeigte sie Katharina die Rückseite der Medaille:
    Ein M (für Maria), überragt von einem Kreuz, darunter die beiden Herzen Jesu und Mariens – brennend vor Liebe, verwundet durch menschliche Sünde. Das Herz Jesu war von einer Dornenkrone umgeben, das Herz Mariens war durch ein Schwert durchbohrt. Der Rahmen war umkränzt von 12 Sternen, Symbol für die zwölf Apostel. Es sollte daran erinnern: Jesus-Zeuge zu sein, sich für andere einzusetzen aus Liebe.

Verbreitung und kirchliche Anerkennung

  • Zwei Jahre nach den Erscheinungen – mit Genehmigung des Erzbischofs von Paris – wurde die Medaille geprägt. In einem Hirtenbrief wurden die Gläubigen ermahnt, die Medaille zu tragen und das damit verbundene kurze Gebet täglich zu sprechen.
  • Seitdem verbreitete sich die Medaille rasch, begleitet von auffälligen Bekehrungen und zahlreichen Heilungen, die als Gnadenwirksamkeit gelten.

Selig- und Heiligsprechung von Katharina Labouré

  • 28. Mai 1933: Katharina Labouré wurde seliggesprochen.
  • 27. Juli 1947: Papst Pius XII. nahm sie in die Zahl der Heiligen auf.

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