Fakten zur Bekehrung
Herkunft und Familie
- Geboren 1814 in Straßburg, aus einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie.
- Mutter früh verstorben, Familie eher säkular eingestellt.
- Bruder Théodore konvertierte 1827 zum Katholizismus, wurde 1830 Priester. Alphonse lehnte dies zunächst heftig ab.
Das Ereignis in Rom – 20. Januar 1842
- Auf einer Reise nach Rom trug er aus Spott eine Wundertätige Medaille und betete ein katholisches Gebet.
- Am 20. Januar 1842 betrat er die Kirche Sant’Andrea delle Fratte.
- Dort hatte er eine Vision: die Gottesmutter Maria erschien ihm in Lichtgestalt, so wie sie auf der Medaille dargestellt ist.
- Er beschreibt, dass „alle Schleier von seinen Augen“ fielen und er plötzlich die Wahrheiten des Glaubens verstand, besonders die Erbsünde.
Taufe und Priesterberufung
- Bereits am 31. Januar 1842 wurde er getauft und nahm den Namen Marie-Alphonse an.
- Im Juni 1842 trat er in den Jesuitenorden ein.
- 1848 empfing er die Priesterweihe.
- 1850 verließ er mit päpstlicher Genehmigung den Orden, um mit seinem Bruder die Kongregation „Unsere Liebe Frau von Sion“ zu gründen, die sich besonders der Judenmission widmete.
Missionarisches Wirken
- 1855 zog er nach Palästina.
- Gründete in Jerusalem das Kloster „Ecce Homo“ (1858).
- Errichtete ein Waisenhaus und eine Schule in Ein Karem (1860).
- 1874 entstand dort das „Monasterio Ratisbonne“, heute Studienzentrum.
Tod
- Marie-Alphonse Ratisbonne starb am 6. Mai 1884 in Ein Karem bei Jerusalem.

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